Newsletter 04/2010

Überarbeitung der Studienpläne

Mit Wintersemester 2011 sollen neue Studienpläne für die Bachelor- und Masterstudien aus Informatik in Kraft treten. Im Moment wird gerade in Arbeitsgruppen über die Änderungen beraten, wo auch wir Studierende vertreten sind und uns einbringen können. Wir laden dich ein an diesem Prozess teilzunehmen, komm einfach mal in der Fachschaft Informatik vorbei und wir
informieren dich über alle Details.

Die neue Version des Studienplans wird auch für alle bereits inskribierten Studierenden gelten, dazu wird es Übergangsbestimmungen geben, die sicherstellen müssen, dass diesen Studierenden keine Nachteile entstehen. Unter anderem werden von der Fakultät folgende Änderungen geplant:

  • 2 Masterstudien werden eingestellt (Information & Knowledge Management sowie Wirtschaftsingenieurwesen Informatik)
  • das Bachelorstudium Technische Informatik wird de facto zu einem Elektrotechnikstudium
  • die Studieneingangsphase soll verkürzt und verschärft werden
  • Lehrveranstaltungen werden zu sogenannten Modulen zusammengefasst (je ca. 6-15 ECTS)
  • in den Bachelorstudien Medieninformatik und Software & Information Engineering werden die Schwerpunkt-Zweige abgeschafft/zusammengelegt
  • u.v.m.
  • Kürzung der Familienbeihilfe

    Ab dem 1. März 2011 wird die Familienbeihilfe nur noch bis zum 24. Geburtstag ausbezahlt. Für wen und ab wann diese Kürzung genau gilt, wird aber auf Grund der großen Proteste derzeit noch (nach-)verhandelt. Eine Verlängerung um ein Jahr gibt es zumindest nach dem Zivildienst oder Grundwehrdienst. Auch gibt es Gerüchte, dass AbsolventInnen einer BHS (HTL, ...) die Familienbehilfe ein zusätzliches Jahr bekommen und dass die Regelung auf Grund von drohenden Verfassungsklagen doch noch bis 1. Jänner 2012 aufgeschoben wird. Jedenfalls wird es für den Großteil der Masterstudierenden in Zukunft keine Familienbeihilfe mehr geben. Diese Marginalisierung der Master-Studien ist für eine Wissensgesellschaft grob fahrlässig.

    Generell zeigt die neue Regelung sehr deutlich, wie egal wir Studierenden der Politik eigentlich sind. Im Budget, das unter verfassungswidrigen Umständen beschlossen wird, spart allein über die Kürzung der Familienbeihilfe bei den Studierenden mehr Geld, als sie zusätzlich in die Universitäten investiert. Durch das ignorieren der von der Verfassung vorgeschriebenen Fristen wollte die Regierung den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Da hat sie sich aber getäuscht:

    Vor wenigen Tagen wurde eine sehr breite Plattform auf die Beine gestellt auf der von ÖH über die größten Gewerkschaften bis hin zum Katholischen Familienverband - in Summe über 90 Organisationen - alle gemeinsam eine Änderung der Budgetpläne einfordern. Budgetkonsolidierung und Investitionen in die Zukunft sind kein Widerspruch. Wir fordern eine zukunftsorientierte
    (Budget-)Politik! Wehr dich mit uns gegen das zukunftsfeindliche Budget und komm zur Demo am Samstag dem 27. November um 13:00 beim Julius-Raab-Platz (Urania)!

    Mehr Informationen unter http://fsinf.at/zukunftsbudget oder http://zukunftsbudget.at

    Parlamentarische Anfrage3>

    Nach unserem offenen Brief zur MINT-Kampagne haben wir in Zusammenarbeit mit
    der Bundesvertretung der ÖH Fragen für eine parlamentarische Anfrage zur MINT-Kampagne erstellt, die vom Nationalratsabgeordneten Kurt Grünewald (Die Grünen) eingebracht wurde. Die Bundesministerin hat nun zwei Monate (ab Einbringung) Zeit, diese zu beantworten, wir werden jedenfalls berichten.

    Studieneingangsgespräche

    Ab dem Sommersemester 2011 sollen im Zuge einer Initiative des Dekans für Informatik, Gerald Steinhardt, sogenannte "Studieneingangsgespräche" eingeführt werden. Alle neu inskribierten Studierenden werden verpflichtet, bis zum 15. März ein Motivationsschreiben zu verfassen und ein Gespräch mit einer habilitierten Person der Fakultät zu absolvieren; hierbei sollte (nach Vorstellung des Dekans) dem/der Studierenden mitgeteilt werden, ob er/sie für das Informatikstudium an der TU Wien "geeignet" ist oder nicht.

    Die Fachschaft Informatik sieht diese Entwicklung in Richtung Aufnahmeverfahren besonders kritisch. Obwohl das Gesetz eine Vorselektion verbietet (das Gespräch kann bei Teilnahme daher nicht negativ ausfallen), befürchten wir, dass die Abschreckwirkung dennoch in vollem Maße gegeben ist und darunter auch die Leute leiden werden, die zwar momentan an ihrer "Eignung" zweifeln, aber dennoch das entsprechende Interesse am Studium haben. Außerdem ist unklar, welche unterschiedlichen Dinge die einzelnen Lehrenden in den Gesprächen behaupten werden. Immerhin wurde uns zugesichert, dass auch StudierendenvertreterInnen an den Gesprächen teilnehmen können, um den unter Umständen sehr subjektiven Meinungen der Lehrenden entgegenzuwirken.

    Was passiert, wenn jemand nach dem 15. März inskribiert, ist ungewiss, schlimmstenfalls können bis auf Frei-/Vertiefungsfächer keine Lehrveranstaltungen absolviert werden.

    Lehrendenaward

    Bis 25.11. können noch Nominierungen für den Lehrendenaward eingereicht werden, dieser Preis wird von uns Studierenden für herausragende Lehre vergeben. Am Epilog werden die GewinnerInnen präsentiert.

    LVA-Kritik im VoWi

    Im VorlesungsWiki gibt es seit kurzem für jede aktuelle Lehrveranstaltung der TU Wien eine Rubrik "Verbesserungsvorschläge / Kritik". Falls dich also etwas an einer LVA stört, hast du hier die Gelegenheit, Missstände aufzuzeigen. Wir werden die unter dieser Rubrik aufgelisteten Punkte als Referenz verwenden, um bei Bedarf Schritte zur Verbesserung der Situation in der LVA einzuleiten.