Klagen gegen Redefreiheit

Das Problem, die Interessen der Einzelnen, vor denen der Vielen, aber vor allem jenen der Großen zu wahren, wird in den letzten Tagen wieder einmal anschaulich vorgeführt.

Softwarekonzerne klagen Einzelpersonen oder kleine Medienunternehmen, um eigenen Schwächen in Form von Informationslücken entgegenzuwirken.

Nachdem vor kurzem Apple die Web-Plattform ThinkSecret (www.thinksecret.com) klagte, da diese angebliche Firmengeheimnisse von Apple ausplaudern würde, droht nun auch Microsoft verschiedenen Newssites im Netz mit Klagen, sofern diese Seiten nicht gewisse Informationen zurücknehmen. Detailliertere Berichte sind dazu auf http://derstandard.at/?url=/?id=1917906 sowie http://derstandard.at/?url=/?id=1927231 nachzulesen.

Bedenklich erscheint allerdings, dass große Unternehmen sich das Recht zugestehen, kleinen Medien-Projekten den Mund zu verbieten. Zum Einen sind oft gar keine detaillierten Informationen zu den gehandelten Produkten veröffentlicht, und zum Anderen berichten diese Medien, und im Speziellen deren Journalisten lediglich, was sie an Information vorgefunden haben, und dies in den meisten Fällen auf legalen Wegen.
Mensch könnte meinen, dass man frei sprechen darf und dass es Menschenrechte gibt, welche die gewährleisten. Des weiteren könnte man denken, dass ein Unternehmen, oder jegeliche Form von Organisation für ihre eigene Struktur, und dafür was sie macht, verantwortlich ist.
Insofern ist es ein Problem, welches der Organisation inhärent ist, wenn ihr angehörige Einzelsubjekte sensible Informationen verbreiten, die nicht verbreitet werden sollen. Und aus dem Grunde, könnte mensch auch denken, dass jene Organisation / jenes Unternehmen höchstens sich selbst klagen könnte. Doch sitzt mensch meist nicht an der richtigen Stelle darüber zu befinden, und jene die dort sitzen, denken wohl anders.