Fragen an die Fraktionen: Was habt Ihr die letzten 2 Jahre an der TU gemacht?

Posted on 17.05.2009 by klausi

Nächster Teil unserer Artikelserie zur ÖH Wahl 2009, diesmal geht es um die Aktivitäten der Fraktionen in den letzten zwei Jahren.

Frage 4: Was habt Ihr die letzten 2 Jahre an der TU gemacht?

**TU*Basis** :

Wir sind seit zwei Jahren in der HTU vertreten. Auf HTU-Ebene haben wir vor allem immer wieder die intransparenten und autoritären Verhältnisse angekreidet. Wir haben uns dabei auch als Koordinatorin unter den oppositionellen Fraktionen engagiert um den Anliegen der Opposition mehr Ausdruck verleihen zu können.

Außerhalb der Universität haben wir uns primär gegen den aktuellen Trend nach Rechts in unserer Gesellschaft engagiert. In unserer Gesellschaft wird rechtes oder gar nationalsozialistisches Gedankengut immer salonfähiger, ein Trend, dem entgegen gewirkt werden muss.

Grüne und Alternative StudentInnen (GRAS) :

Die GRAS hat sich aktiv in der Universitätsvertretung engagiert und kritische Oppositionspolitik gegen die FLÖ geleistet. Eine solche Kontrolle ist dringend notwendig, wenn die aktuellen Ausrutscher der FLÖ (Sprengung der Koalition auf der Bundesvertretung, etc.) betrachtet werden. Die GRAS sitzt ausserdem in den Aufsichtsräten der HTU Betriebe, organisiert Feste und Podiumsdiskussionen zusammen mit anderen linken Gruppen und holt Vortragende an die Universität (Van der Bellen zum Thema Klima)

Fachschaftsliste (Teil der FLÖ):

Die Fachschaftsliste TU Wien verbesserte in den letzten zwei Jahren einiges im TUWIS++. Wir erreichten eine Erhöhung der Stimmungszettelanzahl pro Semester auf 999. Die Plätze auf der Warteliste für Prüfungen wurden auf 9999 erweitert, also praktisch gibt es keine Beschränkung der Wartelisten. Außerdem wurden die Zeiträume, in denen Lehrveranstaltungen bewertet werden können, erweitert und angepasst. Es wurde eine Arbeitsgruppe bei der Studiendekansitzung zur Erarbeitung eines neuen Fragenkatalogs für die LVA-Bewertung eingesetzt, bei der wir tatkräftig mitarbeiten. Außer den Verbesserungen im TUWIS++, haben wir auch noch die Erweiterungen der allgemeinen Öffnungszeiten erreicht. Es war uns auch möglich finanzielle Hilfe für sozial bedürftige Studierende im Rahmen des Härtefonds bereit zu stellen. Wir haben intensiv die Arbeit von den Fachschaften und Referaten unterstützt und die Studierenden wie immer mitbestimmen lassen.

AktionsGemeinschaft (AG ) :

Da wir uns vor kurzem als komplett neues Team an der TU wieder konstituiert haben, hat man in der vergangenen Zeit nicht so viel von der AktionsGemeinschaft an der TU gehört. Dies wollen wir aber nun ändern und mit unserem neuen, motivierten Team jederzeit für die Studierenden arbeiten und sie bestmöglich vertreten. Die AktionsGemeinschaft hat jedoch im letzten Jahr im Vorsitz der Bundes ÖH einiges für die Studierenden erreicht, was auch der TU zugute kommt. So konnten wir zum Beispiel eine Aufstockung der Uni-Budgets um 400 Mio. Euro pro Jahr erreichen. Damit ist den Studierenden im Sinne der Qualität in der Lehre sehr viel weitergeholfen. An diese Erfolge wollen wir auch an der TU anknüpfen.

Kommunistischer StudentInnen Verband / Kommunistische Jugend Österreichs (KSV/KJÖ):

Wir waren die letzten beiden Jahre, leider nicht an der TU vertreten.

Junge Liberale (JuLis):

Wir haben uns für bessere Studienbedingungen an der TU eingesetzt und eine starke Stimme in der ÖH-BV für die TU dargestellt.

Ring Freiheitlicher Studenten (RFS):

Zum RFS ist anzumerken, dass er eine Fraktion darstellt, die für die fsinf als politisch problematisch anzusehen ist. Das beginnt beim Naheverhältnis zu (schlagenden) Burschenschaften (der bundesweite Spitzenkandidat ist bei der “Burschenschaft Oberösterreichischer Germanen in Wien” [1]) und hört bei den Kranzniederlegungen am Nowotny-Grab [2] noch lange nicht auf [3]. Zwar versuchen die “freiheitlichen Studenten” gerne, sich einen gemäßigten Anstrich zu geben, trotzdem bekennen sie sich weiterhin zu ihren Grundsätzen, wie beispielsweise der “unbedingte[n] Beibehaltung der naturgegebenen Funktion der Geschlechter in der Gesellschaft”[4] und dem notwendigen “Bekenntnis zum eigenen Volkstum”[5].

[1] http://fm4.orf.at/stories/1602846/ zuletzt abgerufen am 16.05.2009
[2] http://www.doew.at/frames.php?/projekte/rechts/chronik/2004_11/nowotny.html zuletzt abgerufen am 16.05.2009
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Ring_Freiheitlicher_Studenten zuletzt abgerufen am 16.05.2009
[4] http://rfs.at/graz/frauensprecherin.html zuletzt abgerufen am 18.05.2009
[5] http://www.rfs.at/neu/?p=51 zuletzt abgerufen am 16.05.2009

Leider konnten wir in der letzten Periode aufgrund mangelnder Unterstützungserklärungen nicht bei der ÖH-Wahl an der TU antreten und somit auch nichts aktiv für die Studenten tun. Wir haben aber gezielt auf die Missstände in der ÖH hingewiesen und auch Lösungsvorschläge in der ÖH- Bundesvertretung eingebracht, die jedoch meistens von den anderen Fraktionen ignoriert wurden.