Die Auswirkungen der Studieneingangs- und Orientierungsphase

Posted on 17.12.2013 by td

Auswirkungen der StEOP

Die Gestaltung der StEOP war von Anfang an äußerst umstritten. Sowohl in der Studienkommission als auch im Senat konnte sie im Juni 2011 nur mit einer äußerst knappen Mehrheit durchgesetzt werden, jeweils entgegen den Stimmen der Studierenden und einigen Vertreter_innen der Universitätsdozent_innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen.

Schon damals wurde beschlossen, die StEOP zumindest regelmäßig zu evaluieren um die Auswirkungen offen zu legen (Beschluss der Studienkommission vom 18. Mai 2011).

Nachdem sich mit der Zeit herausstellte, dass das Studiendekanat trotz mehrerer Anfragen nicht gewillt ist, entsprechende Schritte zu setzen, nahm die fsinf die Evaluierung selbst in die Hand. Auf der Basis von anonymisierten Zeugnisdaten wurden Studienverläufe analysiert. Ein Querschnitt über das erste Semester machte die Auswirkungen schon deutlich sichtbar: Nur 64 der 839 AnfängerInnen im Wintersemester 2011 hatten die StEOP bis zum 1. Juni 2012 absolviert. Der Frauenanteil ist dabei von rund 20% bei der Inskription (187 Frauen) auf 6.25% (4 Frauen) gesunken.

Es wurde schon damals deutlich, dass die StEOP kaum innerhalb eines Semesters schaffbar ist und sich auch massiv auf den Frauenanteil im Informatikstudium auswirkt. Jegliche Diskussion über die StEOP wurde jedoch durch die Ankündigung und Durchführung von weiteren Beschränkungen und Verschärfungen überschattet.

Anfragen nach offiziellen Zahlen (Jänner 2013) blieben vom Studiendekanat weiterhin unbeantwortet. Schließlich beauftragte die Studienkommission in der Sitzung vom 4. Juni 2013, die neu eingerichtete Stabstelle für Studienbezogene Daten im Rektorat mit einer Auswertung der StEOP. Innerhalb von zwei Wochen war diese auch fertig gestellt, doch das Studiendekanat hielt die Auswertung zurück. Im November sollte dann die endgültige Version mit den aktualisierten Daten der Studienkommission präsentiert werden. Doch zu dieser aktualisierten Version kam es nie - laut Aussagen der Stabstelle war diese auch nie geplant.

Um die StEOP ändern zu können, müssen aber schon jetzt erste Schritte gesetzt werden, um die Fristen für ein Inkrafttreten ab Oktober 2014 einhalten zu können.

Anfang Dezember kam nun nach einigem Druck von uns doch noch eine Sitzung der Studienkommission zustande. Ob sich die dort eingerichtete Arbeitsgruppe nun endlich tiefgehend mit den Probleme der StEOP auseinander setzt und tatsächlich Lösungen für das nächste Wintersemester erarbeitet bleibt abzuwarten. In der 1. Sitzung wurden Vorschläge zu einer Studienplanänderung jedenfalls mit Argumenten, wie “Nein, das können wir nicht machen!”, abgeschmettert. Es wird sicher in der nächsten Sitzung am 8. Jänner noch einige Diskussionen zu dem Thema geben.

Wir werden euch am Laufenden halten. Um selbst mit zu arbeiten, kommt doch einfach in der fsinf, z.B. auf eine der nächsten Fachschaftssitzung, vorbei.

Hier auch noch die Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse sowohl aus unseren Auswertungen als auch aus jener, die die Studienkommission beauftragt hatte:

Attachments: